STOCKER Gerhard
 

 * ?  
   



Foto: Siegl

Stocker, inzwischen Vater von fünf Söhnen, gründete 1974 die Firma Stasto. Er  beschäftigte sich mit dem Handel und Vertrieb von Industriearmaturen, Pneumatik- und Hydraulikkomponenten. Durch seine ruhige und überlegte Art war er ein beliebter Chef. Er führte in seiner Firma ein Beteiligungs-Modell für seine Mitarbeiter ein.
In seiner Jugend spielte er selber Fußball, für den FC Wacker, den er bald nach dem Neubeginn als Obmann übernehmen sollte. Um sich ganz auf den FC Wacker konzentrieren zu können übergab er die Führung der Firma an seinen Sohn Christof.

Von Beginn an war er bei der neu gegründeten SPG Wattens/Wacker mit an Bord. Am 12. Februar 2003 wurde Gerhard Stocker zum Obmann des FC Wacker Tirol gewählt. Unter seiner Führung holte die SPG Wattens/Wacker den Meistertitel der Regionalliga West und qualifizierte sich in den Relegationsspielen für die "Erste Liga". Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzten sich die Innsbrucker, inzwischen wurde die Spielgemeinschaft mit Wattens gelöst, auch in dieser Spielklasse durch und stiegen nur zwei Jahre nach dem Neubeginn in die Bundesliga auf.

     

Gerhard Stocker übernahm die Ausfallshaftung für eine stattliche Summe Vereinsverbindlichkeiten, welche in nur einem Jahr abgebaut werden konnten. Zudem führte er wie in der Firma auch beim FC Wacker ein "Beteiligungs-Modell" - auf freiwilliger Basis ein. Doch in der Bundesliga wehte ein raurer Wind, auch finanziell.
2006 übernahm er vom IAC die Damenmannschaft. Unter seiner Führung entwickelte sich der Klub zu einem Mitgliederverein. Stocker suchte immer mehr den Konsens mit den Fans. Als der erste Anlauf zur Umbenennung des Vereins auf "FC Wacker Innsbruck" scheiterte und Fans auf der Generalversammlung ihre Mitgliedsausweis hinwarfen, litt er sehr darunter. Er verfolgte aber weiter seinen Weg, beauftragte die Markenanalyse und ein Jahr später war die Zeit reif. Der FC Wacker Innsbruck kehrte "zurück".

Finanziell kam der Verein aber immer mehr in Bedrängnis und war zunehmend auf Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen. Im Vorfeld der im Jahr 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindenden EURO war die Politik nicht abgeneigt auszuhelfen. Aber es wurde verlangt dass Gerhard Stocker sein Amt zurücklegen müsste. Stocker wollte sich nicht erpressen lassen und  blieb hart. Nach zähen Verhandlungen floss das Geld dennoch und Gerhard Stocker blieb Obmann.
Nach dem bitteren Abstieg des Vereins im Frühjahr 2008 legte Gerhard Stocker sein Amt zurück. Sein in dieser Zeit (März 2006) erreichtes Amt als Vizepräsident der Bundesliga übte er aber noch bis 2013 aus. Bei seinem Abschied bekam er für seine Tätigkeit als Vizepräsident des Aufsichtsrates der Österreichischen Bundesliga sowie als Vorsitzender der "Ersten Liga" die Ehrenmitgliedschaft der Bundesliga überreicht.

Anfang des Jahres 2017 konnte Gerhard  Stocker abmals für das Präsidentenamt  gewonnen werden.