Saison 1962/63
 

Regionalliga West

  SP   S U N   Tore   P
    1. FC Dornbirn   22   16 4 2   69:25   36
    2. FC Wattens   22   12 5 5   65:31   29
    3. FC Wacker Innsbruck   22   11 5 6   43:22   27
    4. Austria Lustenau   22   10 4 8   42:36   24
    5. SC Kufstein   22   6 10 6   41:27   22
    6. Salzburger AK 1914   22   10 2 10   41:33   22
    7. SV Innsbruck   22   8 6 8   30:25   22
    8. FC Lustenau   22   10 2 10   33:42   22
    9. BW Feldkirch   22   10 2 10   38:49   22
  10. RW Rankweil   22   8 3 11   35:35   19
  11. SK Hallein   22   4 4 14   25:68   12
  12. SV Bürmoos   22   3 1 18   30:99    7
 
 
 

Statt Hahnemann kam vom SVS Linz Theodor „Turl“ Wagner als Spielertrainer, weitere Zugänge waren u.a. Sienholz und Rauser vom FC Dornbirn, Harald Fliesser (Wattens), Rossi (ESV Austria Innsbruck).
Peter Altenburger wechselte zum Wiener Sportclub und Kurt Meth zur ESV Austria Innsbruck.
Aus der Staatsliga kam der Salzburger AK 1914 zurück in die Westliga, Tiroler Aufsteiger war der SV Innsbruck.

Wacker Innsbruck startete wieder als Mitfavorit in die Meisterschaft konnte jedoch den Vorschußlorbeeren nicht gerecht werden. Nach zwei Siegen beim SV Bürmoos und gegen den SC Kufstein jeweils mit 3:1, verlor man gegen den FC Dornbirn mit 1:2 recht unglücklich. Auch gegen Aufsteiger RW Rankweil gelang zu Hause nur ein 2:2, beim FC Lustenau verlor Wacker 0:1. Nachdem sogar das Lokalderby gegen den SV Innsbruck mit 0:2 verloren wurde fand Wacker sich nur auf Platz 8 wieder.
Ein 0:0 in Hallein offenbarte die nachhaltige Abschlussschwäche der Wacker-Stürmer. In fünf Stunden und 54 Minuten Spielzeit hatten die Schwarz-Grünen nicht mehr ins Tor getroffen. Der Bann wurde dann von Visintheiner gegen den SAK gebrochen. Gleich in der ersten Minute netzte er zur Führung, Spielmann stellte noch vor der Pause den 2:0-Endstand her.
Mit zwei Unentschieden in Feldkirch und Wattens sowie einem 1:0-Heimsieg gegen den FC Lustenau ging eine enttäuschende Herbstsaison zu Ende. Wacker Innsbruck überwinterte auf Platz 7. Danach trennte man sich von Spielertrainer Turl Wagner. Ohne Chance auf den Titelkampf einigte man sich auf eine Vertragsauflösung.

Nach der Winterpause holte man Verteidiger Josef Sikic vom SV Innsbruck. Sikic sollte zunächst im Frühjahr 1963 als Spielertrainer fungieren, da aber keine Freigabe erfolgte konnte sich Sikic zunächst ganz auf den Trainerjob konzentrieren.

Als Verstärkung für das Frühjahr holte man aufgrund der "Torflaute" im Herbst einen jugoslawischen Stürmer: Ivo Santek von Dinamo Zagreb. Gleich im ersten Meisterschaftsspiel im Frühjahr liieß es Wacker richtig "krachen". Zwar ging Santek leer aus, aber Rauser und Spielmann je zweimal sowie Sienholz und Fleischhacker scorten zum 6:2 gegen Bürmoos. Auch beim 2:0 in Kufstein ging blieb Santek ohne Treffer, aber Rott und Rauser trafen. Beim 1:3 am Tivoli gegen den FC Dornbirn versagten die Schwarz-Grünen Schützen aber. Lediglich Spielmann gelang das Ehrentor.

Nach einem 0:1 in Rankweil gelang Ivo Santek endlich sein erstes Meisterschaftstor für Wacker Innsbruck. Beim 3:0 gegen Austria Lustenau stand es zur Pause noch 0:0. In der zweiten Halbzeit landete ein von Santek getretener und abgefälschter Freistoss zum 1:0 im Netz. Ein Eigentor und Waldegger stellten schließlich den Endstand her. Das Spiel gegen den Aufsteiger Sportverein Innsbruck, in dem Wacker 90 Minuten das gegnerische Tor berannte, gewann der SVI 1:0.
Die restlichen Spiele blieb Wacker ungeschlagen. Gegen den SK Hallein glückte Wacker mit 7:1 sogar ein Kantersieg und beim 4:1 gegen Feldkirch expoldierte endlich einmal Santek. Drei Tore, davon ein Elfmeter, das hätte man sich schon das ganze Frühjahr so  vorgestellt.
Ein 2:0 in Lustenau gegen den FC07 und ein 4:2 gegen SV Wattens beendeten die doch etwas verkorkste Saison. Vor allem im Herbst hatte Wacker Innsbruck einen besseren Tabellenplatz als den letztlich erreichten dritten Platz vergeben.

Meister wurde der FC Dornbirn, vor Wattens und dem FC Wacker. Staatsliga-Absteiger SAK 1914 landete nur im Mittelfeld, knapp vor dem SV Innsbruck. Diesmal musste kein Tiroler Verein absteigen.